Versicherungspflicht

Versicherungspflicht Selbstständige Promotoren

Versicherungspflicht für Selbstständige

Versicherungspflicht Selbstständige Promotoren

Jeder deutsche Bürger ist dazu verpflichtet, eine Krankenversicherung abzuschließen. Diese Versicherungspflicht gilt seit dem Jahr 2009 auch für Selbstständige, wobei es ihnen selbst überlassen bleibt, ob Sie sich gesetzlich oder privat versichern lassen. Welche Vorzüge eine private Krankenversicherung bietet und weitere wissenswerte Infos rund ums Thema Versicherungspflicht für Selbstständige, erhalten Sie in diesem Artikel.



Was verbirgt sich hinter der Versicherungspflicht?

Im Zusammenhang mit der Gesundheitsreform wurde im Jahr 2009 die Versicherungspflicht in der privaten Krankenversicherung eingeführt, wodurch nun auch die letzte Nische im Sozialsystem ausgefüllt worden ist. Schon 2007 begann die Pflicht bei gesetzlichen Krankenkassen. Prinzipiell war die Zuordnung zu einem Versicherungssystem eigentlich von der vorherigen Mitgliedschaft abhängig. Demnach war ein Selbstständiger oder Freiberufler bei einem privaten Anbieter versichert. Trotzdem können auch beruflich selbstständige Unternehmer freiwillig bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sein. Mit der Krankenversicherungspflicht verfolgt der Gesetzgeber das Ziel, unser Versicherungsrecht dahingehend zu reformieren, dass kein Bürger im Falle einer Krankheit mehr ohne Schutz dasteht. Auch Existenzgründer haben beispielsweise die Option, sich gesetzlich krankenversichern zu lassen.

Selbstständige, die sich für eine gesetzliche Krankenversicherung entscheiden, zahlen einen ermäßigten Beitragssatz von 14,9 Prozent, aber sie erhalten von der Kasse kein Krankengeld mehr. Daher müssen sie sich für diese Leistung zusätzlich versichern. Aus diesem Grund ist jede gesetzliche Krankenkasse dazu verpflichtet, angemessene Wahltarife anzubieten. Vor allem aufgrund des fehlenden Arbeitgeberanteils ist die gesetzliche Krankenversicherung für Unternehmer keine lohnende Investition, vor allem bei hohen Einkünften.

Eine private Krankenversicherung und ihre Vorteile

Bei einer privaten Krankenversicherung müssen Sie als Selbstständiger keine Einkommensgrenzen beachten. Ferner bietet eine private Krankenversicherung wesentlich mehr Vorteile für Selbstständige im Vergleich zu einer gesetzlichen Krankenkasse. Einerseits bekommen Sie für jede Zahnbehandlung Krankentagegeld, eine zügige ärztliche Behandlung die Kosten zurückerstattet. Ferner besteht die freie Ärztewahl zwischen allen niedergelassenen Mediziner in Bezug auf die ambulante Versorgung. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit eine günstige private Krankenversicherung abzuschließen. Anhand des Tarifs sowie den gewählten Leistungen können Sie ihren Beitrag individuell gestalten lassen. Weitere Vorteile einer privaten Krankenversicherung bestehen darin, dass jede private Krankenkasse einen sehr umfassenden Leistungskatalog anbieten, wodurch besser auf die Bedürfnisse des Patienten eingegangen werden kann.

Worauf sollten Sie bei der Auswahl einer privaten Krankenversicherung achten. Es ist entscheidend, dass Sie das konkrete Leistungsangebote des privaten Versicherers genauer unter die Lupe nehmen. Bei der privaten Krankenversicherung sollten unbedingt das sogenannte Krankentagegeld und auch ambulante, stationäre sowie Zahnleistungen enthalten sein. Ihre monatliche Prämie können sie dadurch verringern, indem Sie eine Selbstbeteiligung vereinbaren. Ferner gilt, dass Luxusleistungen teuer sind. Daher sollten Sie vor allem auf günstige Einsteigertarife achten, welche sich später ohne Gesundheitscheck aufstocken lassen. Überflüssig ist ein Tarif für Krankenhaustagegeld, wohingegen ein umfassender Schutz gegen den Einkommensausfall, also das Krankentagegeld unbedingt notwendig ist. Vergewissern Sie sich, dass der private Krankenversicherer gut wirtschaftet und wirklichkeitsnahe Prämien berechnet.

Welche Bedeutung hat in diesem Zusammenhang die Scheinselbständigkeit?

Bei einer Scheinselbständigkeit handelt es sich um eine Form der Verschleierung, bei der eine erwerbstätige Person sich als selbständiger Unternehmer ausgibt, obwohl die Art der Tätigkeit eher einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis zugeordnet werden kann. Hiervon verspricht sich der Scheinselbstständige, Abgaben oder Formalitäten zu vermeiden, welche durch das Sozialversicherungsrecht verlangt werden. Im Zuge der Scheinselbstständigkeit werden bestimmte sozialversicherungsrechtliche sowie lohnsteuerliche Pflichten nicht erfüllt, wodurch diese Tätigkeit als Schwarzarbeit eingestuft wird.

Mit Hilfe des Gesetzes zu Korrekturen der Sozialversicherung sowie der Sicherung der Arbeitnehmerrechte wurde ein gesetzliches Mittel geschaffen, womit Sozialversicherungsträger leichter Scheinselbstständigkeit bekämpfen können. Auf diese Weisen sollen sie schneller erkannt und in die Versicherungspflicht einbezogen werden. Es gibt verschiedene Kriterien, an denen erkennbar sein soll, dass ein Mitarbeiter scheinselbstständig ist. Hierzu gehören unter anderem, dass er keine versicherungspflichtigen Arbeitnehmer im Rahmen der Tätigkeit beschäftigt und dass er nicht unternehmerisch am Markt auftritt. Falls Sie rechtliche Hilfe oder Beratung benötigen, wenden Sie sich bitte an eine Anwaltskanzlei.

Die Befreiung von der gesetzlichen Rentenpflicht und die Rolle der BfA

Ein arbeitnehmerähnlicher Selbstständiger ist jemand, der wirtschaftlich abhängig ist, aber mit einem sozial schutzbedürftigen Arbeitnehmer verglichen werden kann. Eine Befreiung der Rentenversicherungspflicht kann ein arbeitnehmerähnlicher Selbstständiger beantragen, wenn er Existenzgründer ist. Dann kann er für die Dauer von drei Jahren mit Beginn der selbstständigen Tätigkeit von der Rentenversicherungspflicht befreit werden. Ferner kann sich derjenige, der ab seinem 58. Geburtstag zum ersten Mal als arbeitnehmerähnlicher Selbstständiger versicherungspflichtig wird, für die Dauer dieser Tätigkeit befreien lassen. Bei der BfA handelt es sich um die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte, welche der Träger der gesetzlichen Rentenversicherung ist. Von Promotern verlangen viele Agenturen, dass sie eine BfA-Befreiung nachweisen können, damit sichergestellt ist, dass ein Promoter nicht scheinselbstständig ist. Weitere Informationen zu diesem Thema sowie mögliche Vertriebspartner einer privaten Krankenversicherung finden Sie ganz einfach im Internet.



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1 Kommentar »

erstellt von admin am 08 Nov 2012 in Versicherungspflicht